Schnellere Compact Flash Karten durch parallele Adressierung der Speicherchips
Immer mehr werden in industriellen Anwendungen anstelle von rotierenden Festplatten Compact Flash Drives eingesetzt. Auf Grund der niedrigen Geschwindigkeit konnten derartige Module aber nur dort eingesetzt werden, wo es sich um kleine Betriebssysteme handelt. Bei Anwendungen mit größeren Datenmengen hatte die herkömmliche Festplatte im Bezug auf die Datenübertragungsrate einen deutlichen Vorteil. Das hängt primär damit zusammen, dass Flash Speicher Module in der Praxis kaum mehr als 7MB pro Sekunde an Schreib-/Lesegeschwindigkeit schaffen. Innovative Hersteller wie die Firma STEC Incorporated haben bereits vor einiger Zeit Entwicklungen gestartet um intern über mehrere Kanäle parallel Daten zu übertragen. Der Controller auf der neuen Compact Flash Karte der Mach2 Serie schreibt bzw. lest gleichzeitig von zwei physikalischen Flashchips. Dadurch wird eine doppelt so hohe Datentransferrate erreicht. Unter idealen Bedingungen können nun 35MB/s erzielt werden. So können in der Praxis bei einem Bootvorgang immer noch 15 bis 20MB/s erreicht werden. Dadurch konnte im Praxisvergleich etwa die gleiche Übertragungsrate erreicht wie bei einer Festplatte.

Da sich die Firma STEC Incorporated rein auf industrielle Anwendungen ausgerichtet hat, wird auch die robuste Single Level Cell (SLC) Technologie bei den Flash Chips gewählt. Im Gegensatz zu den Mulit Level Cell Technologien können hier pro Speicherzelle nur 2 logische Zustände (0 und 1) gespeichert werden. Zugunsten der Zuverlässigkeit wird bei STEC darauf verzichtet Zwischenzustände abzuspeichern. Dadurch sind praktisch keine Fehler zu erwarten, wodurch sich die Produkte zum speichern von Betriebssystemen und Anwenderprogrammen eignen. Um sicherzustellen, dass die Produkte für mehrere Millionen Schreib-/Löschzyklen eingesetzt werden können wird ein dynamisches Wear Leveling verwendet.

Dadurch werden die Daten einer bestimmten logischen Adresse mitunter auf unterschiedliche physikalische Adressen geschrieben, damit der Speicher einer möglichst gleichmäßigen Abnutzung unterliegt.

Auch das bewährte Bad Block Management wurde beibehalten. Dabei werden 2 Prozent der Blöcke nicht für die Daten verwendet, sondern im Sparepool reserviert. Für den Fall dass Speicherblöcke Fehler aufweisen, die zwar von der ECC noch korrigiert werden können, kann der Controller die Entscheidung treffen diesen Block durch einen neuen Block aus dem Sparepool zu ersetzten. Die EDC/ECC Unit kann 5 Fehler pro einer 512 Byte Page erkennen und ist in der Lage bis zu 4 Fehler zu korrigieren.

Diese neuen Compact Flash Karten sind wahlweise für 0 bis 70°C und -40 bis +85°C. Muster können bei Fortec bereits bestellt werden.